Wenn Ihnen Ihre Rechnungen über den Kopf wachsen und der Gerichtsvollzieher schon zweimal geklingelt hat, dann wird es höchste Zeit, die Schuldenbremse zu ziehen.
Der Begriff Schuldenbremse stammt ursprünglich aus der Politik. Dort soll die Schuldenbremse den Regierungen von Bund und Ländern dabei helfen, einen ausgeglichenen Haushalt ohne die Neuaufnahme von Krediten zu erlassen. Nimmt die Regierung strukturell bedingte Kredite auf, darf die Nettoverschuldung nicht mehr als 0,35 Prozent des Bruttoinlandproduktes betragen.
Eine ganz ähnliche Wirkung hat die Schuldenbremse für Ihren privaten Haushalt: Sie machen keine weiteren Schulden mehr, kaufen nicht mehr auf Raten und nehmen keine weiteren Kredite mehr auf. Nur so können Sie der Schuldenspirale entkommen.
So ziehen Sie die Schuldenbremse
Um sich erfolgreich von den Schulden zu befreien, sind mehrere Schritte notwendig:
- Bestandsaufnahme: Wem schulden Sie Geld und wie hoch ist die Gesamtschuldensumme? Rechnen Sie dafür auch Mahngebühren und Gebühren für eventuelle Vollstreckungsbescheide mit ein.
- Finanzplan: Erstellen Sie eine Übersicht, wie viel Geld sie monatlich einnehmen und wie viel sie ausgeben. Bleibt ein Überschuss, können Sie berechnen, wie viel davon Sie zur Tilgung Ihrer Schulden verwenden.
- Insolvenz: Reichen Ihre Einkünfte nicht aus, um die Schulden zu decken, hilft nur das Verbraucherinsolvenzverfahren.
Keine neuen Schulden mehr!
Der wichtigste Tipp allerdings, wenn Sie sich dauerhaft aus der Schuldenspirale befreien möchten: Machen Sie keine neuen Schulden mehr!
Der Finanzplan hilft Ihnen dabei, zu sehen, wie viel Geld Sie im Monat zur Verfügung haben. Geben Sie nicht mehr aus, als Sie haben und planen Sie neue Anschaffungen sorgfältig. Neue Ratenkredite tragen nur dazu bei, dass Ihr Schuldenberg wächst.
Eine Ausnahme besteht, wenn Sie einen Kredit umschulden, also einen Kredit mit günstigeren Zinssätzen wählen, um einen alten Kredit komplett abzubezahlen. Dadurch können Sie viel Geld sparen und erfolgreich die Schuldenbremse ziehen.
