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Schuldenregulierung

Für eine erfolgreiche Schuldenregulierung gibt es verschiedene Wege. Bevor Sie einen davon beschreiten, sollten Sie sich allerdings professionelle Hilfe bei einer Schuldnerberatungsstelle holen, zum Beispiel von der Caritas, der AWO oder einer staatlichen Schuldnerberatungsstelle. Unser Ratgeber zeigt Ihnen hier, welche unterschiedlichen Möglichkeiten zur Schuldenregulierung Sie haben.

Varianten der Schuldenregulierung

Grob unterteilt gibt es zwei Varianten der Schuldenregulierung: die außergerichtliche Schuldenregulierung und die Schuldenregulierung durch ein Insolvenzverfahren.

Voraussetzung für beide Wege sind geordnete Verhältnisse. Verschaffen Sie sich daher zunächst einen Überblick über Ihre Schulden, indem Sie alle Rechnungen und Mahnungen sortieren und nach Gläubigern ordnen. Lassen Sie Ihren Schuldnerberater prüfen, welche dieser Forderungen überhaupt noch rechtmäßig ist; vielleicht sind einige Ihrer Schulden bereits verjährt.

Möglichkeiten für den Weg aus den Schulden

Wählen Sie den Weg der außergerichtlichen Schuldenregulierung, geht es nun an die Verhandlungen mit den Gläubigern. Mehrere Möglichkeiten stehen Ihnen offen:

  • Die Stundung: Der Gläubiger verzichtet für einen vereinbarten Zeitraum auf sein Geld. Im Anschluss muss die Ratenzahlung aber wieder zuverlässig im vollen Umfang erfolgen. Die Stundung kann sinnvoll sein, wenn ein kurzzeitiger Zahlungsengpass die Ratenzahlung unmöglich macht.
  • Ratenzahlung: Sie zahlen Ihre Schulden in monatlichen Raten ab. Dem sollten Sie gewissenhaft nachkommen. Denn hinken Sie mit der Ratenzahlung hinterher , wird im Zweifelsfall der gesamte Schuldenbeitrag auf einmal fällig.
  • Vergleich: Sie einigen sich mit dem Gläubiger darauf, dass er Ihnen einen Teil Ihrer Schulden erlässt, wenn Sie ihm einen gewissen Anteil sofort zahlen. Oft muss ein Sponsor einspringen, um die Einmalzahlung des Verschuldeten möglich zu machen.
  • Festschreiben: Auf die geschuldete Summe werden keine Zinsen mehr erhoben. Das ist insbesondere sinnvoll, wenn die Höhe der Zinsen die Höhe der eigentlichen Forderung schon übersteigt.
  • Umschuldung: Sie fassen alle Schulden in einem neuen Kredit zusammen, mit dessen Hilfe Sie dann die Gläubiger bezahlen. Das ist aber nur möglich, wenn Sie keine Schufa-Einträge haben und Sicherheiten für den Kredit bieten können. Ist das nicht der Fall, brauchen Sie einen solventen Bürgen.

Welcher Weg der Schuldenregulierung in Ihrem individuellen Fall der richtige ist, wird Ihr Schuldnerberater mit Ihnen besprechen. Mit viel Verhandlungsgeschick lassen sich Gläubiger dann eventuell davon überzeugen, einer außergerichtlichen Schuldenregulierung zuzustimmen.