Die Zahl der überschuldeten Haushalte in Deutschland steigt. Auch der prognostizierte Wirtschaftsaufschwung zu Beginn 2011 ändert an dieser Nachricht nichts. Überschuldet zu sein, das bedeutet, dass ein Haushalt seine Schulden über einen längeren Zeitraum nicht aus seinem Einkommen tilgen kann, obwohl der Lebensstandard reduziert wurde. 6,5 Millionen Menschen in Deutschland sollen verschuldet sein. Davon geht zumindest die Creditreform in ihrem im November 2010 vorgestellten Schuldneratlas aus. Die Statistiken von schulden-bremse.de zeigen Ihnen, wie es mit der Überschuldung in Deutschland bestellt ist und wie sich die Schuldenkarriere der deutschen Haushalte über die Jahre entwickelt hat.
Statistiken für Berlin
Besonders arg sieht es in Berliner Haushalten aus: Laut Schufa haben die Bürgerinnen und Bürger in der Hauptstadt die meisten offenen Zahlungsaufforderungen. Statistiken zur Schuldenentwicklung in Berlin finden Sie auf den folgenden Seiten bei schulden-bremse.de.
Der Staat als Schuldner
Aber nicht nur die privaten Haushalte leiden zunehmend unter Überschuldung. Der Bund der deutschen Steuerzahler schlägt auch Alarm, wenn er einen Blick auf die deutsche Staatsverschuldung wirft. Mit fast 2 Billionen Euro stehen Bund und Länder bei Ihren Gläubigern in der Kreide. Der Staat hat dabei dasselbe Problem, was auch private Schuldner belastet: Das Einkommen ist einfach zu gering, um alle Ausgaben zu decken. Für einen Staat gestaltet sich aber sowohl eine Erhöhung des Einkommens als auch die Reduzierung der Kosten schwierig: Für mehr Einnahmen müssten Steuern erhöht oder neue Steuern erlassen werden – eine Handlung, die Wähler nicht begrüßen. Für geringere Ausgaben müssten Sozialversicherungen und andere Sozialleistungen zurückgefahren werden; auch dies ist den Bürgerinnen und Bürgern nur schwer zu vermitteln.
Die Schulden des deutschen Staates wachsen daher rasant an. Wie sich der Schuldenberg in den letzten Jahren entwickelt hat, zeigt Ihnen unsere Statistik auf schulden-bremse.de.
